Allgemeines

Quelle: MSD Impfstoffe fürs leben

Es ist ratsam, alle Impftermine wahrzunehmen um einen möglichst langanhaltenden und gleichbleibenden Impfschutz aufrecht zu halten. Einfache Erkrankungen beeinflussen nicht den Impferfolg sowie die  Verträglichkeit der Impfungen. Daher die Empfehlung, auch in nachfolgenden Situationen die Impfung durchzuführen und nicht zu verschieben:


Leichter fieberhafter Infekt oder leichte Durchfallerkrankung bei sonstigem Wohlbefinden

Therapie mit Antibiotika (z. B. Harnwegserkrankungen oder Mittelohrentzündung), (gilt nicht bei Schluckimpfung)

nach leichten Impfnebenwirkungen vorangegangener Impfungen

Frühgeborene (Impfung zum normalen Kalendertermin)

Schwangerschaft eines Familienmitgliedes

Kürzlicher Kontakt mit einer an einer Infektionskrankheit erkrankten Person

Stillen der Mutter

unspezifische Allergievorgeschichte

Krampfanfälle bei Kindern, die gegen Masern oder Keuchhusten geimpft werden sollen (Gefahren durch die Erkrankung sind viel grösser)

früherer plötzlicher Kindstod in der Familie

Letztlich trifft der Impfarzt die Entscheidung über die Impffähigkeit. Beratungen und Impfungen führen folgende Stellen durch:


niedergelassene Ärzte

zugelassene Gelbfieberimpfstellen

das Gesundheitsamt

Über die Kostenregelungen informieren Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse. Wir hoffen, dass Sie sich anhand der Darstellungen ein Bild von der Problematik und Notwendigkeit der Impfungen machen konnten  und bei Ihnen die Bereitschaft entstanden ist, empfohlene Impfungen durchführen zu lassen.



Schutzimpfung: (engl.) protective immunization; Erzeugung einer Immunität. zur individuellen u. kollektiven Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten

Quelle: Pschyrembel 257.Auflage



Aktive Immunisierung:


künstliche. Erzeugung einer abgeschwächten Erkrankung. Durch Einverleibung vermehrungsfähiger, virulenzabgeschwächter Krankheitserreger bzw. Impfkeime (Vakzination); Ziel: belastbare Krankheitsimmunität;

durch parenterale Gabe (durch Spritzen) von nicht vermehrungsfähigen bakt. od. viralen Antigenen; Ziel: Bildung antibakterieller od. antiviraler Antikörper; belastbare Krankheitsimmunität;

lokale Gabe (über Mund, Nase, Inhalation oder durch Spritzen in und unter die Haut) von vermehrungsfähigen, lebenden Impfkeimen od. nicht vermehrungsfähigen mikrobiellen Antigenen; Ziel: Aufbau einer lokalen Infektabwehr an  Schleimhäuten durch Bildung von sekretorischen Antikörpern und durch Erhöhung der Makrophagenaktivität (Fresszellaktivität);

Injektion von Toxoiden (Gifte, Anatoxine, inaktivierte Toxine giftbildender Bakterien); Ziel: Bildung von antitoxischen Antikörpern; Neutralisierung der bei einer Erkr. gebildeten Toxine; belastbare Krankheitsimmunität.



Passive Immunisierung:


Einspritzung von Immunglobulinpräparaten (spezif. Antikörper) od. Serum aktiv immunisierter Menschen bzw. Tiere; Ziel: Übertragung von Antikörpern v. a. zur Behandlung aber auch zur Vorbeugung von  Infektionskrankheiten.